• Malgorzata Fabricius

Einfach Fasten. Eine Gemüse-Obst-Diät nach Dr. Ewa Dąbrowska

Updated: 4 days ago

Fasten kann auch Spaß machen. Das zeigt eine besondere Gemüse-Obst-Diät, die in Polen sehr bekannt ist. Das besondere dabei: Es wird gegessen, aber nur bestimmte Nahrungsmittel, und zwar die, die einen niedrigen glykämischen Index haben. Das bedeutet, sie lassen den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen. Man verzichtet auf Zufuhr von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten, die in der Regel einen hohen glykämischen Index haben.

Konzipiert wurde diese Ernährungsweise von Ewa Dąbrowska, einer polnischen Ärztin, die seit 1985 ihre Patienten auf Gemüse-Obst-Diät setzt. Vor allem bei Zivilisationskrankheiten erzielt sie damit erstaunliche Resultate. Medikamente werden reduziert oder abgesetzt, das Wohlbefinden verbessert sich und das Bewusstsein für die gesunde Ernährung wird geschärft.


Warum funktioniert dieses Fasten?

Der Schlüssel dieser Diät ist eine Kombination aus

- Beschränkung auf eine bestimmte Auswahl an Nahrungsmitteln mit niedrigem glykämischen Index

- Zufuhr von täglich nur 400 bis 800 Kalorien

- Verzicht auf Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate, die einen hohen glykämischen Index haben

Dadurch wird im Körper die so genannte innere Ernährungaktiviert: Der Körper baut Überflüssiges ab und beginnt, sich selbst zu regulieren.


Wann lohnt es sich zu fasten?

- Gesundheitsprophylaxe, z.B. Abnehmen

- Hauterkrankungen, z.B.: Akne, Neurodermitis

- Magen-Darm-Erkrankungen, z.B.: Magengeschwür, Verstopfung

- Autoimmunerkrankungen: z.B.: Allergien, Hashimoto

- Endokrinologische Erkrankungen., z.B.: zu viel Östrogenen, Unfruchtbarkeit, Unterfunktion der Schilddrüse

- Oder z.B.: Diabetes Typ 2, Parkinson, MS,


Wann soll man lieber nicht fasten?

- unter anderem bei: schwerer Depression, Schwangerschaft, Stillzeit, Überfunktion der Schilddrüse, Diabetes Typ 1, oder nach einer Organtransplantation


Welche Gemüse- und Obstsorten sind erlaubt?

- Wurzelgemüse: Möhren, Sellerieknolle, Stangensellerie, Petersilienwurzel, Meerrettich, Rote Beete, weiße Rettich, schwarze Rettich, Kohlrabi, Radieschen

- Blattgemüse: viele Arten vom Blattsalat (Römersalat, Ruccola, Feldsalat Eisbergsalat) , Blattpetersilie, Dill,

- Lauchgemüse: Zwiebel, Porree, Knoblauch;

- Nachtschattengemüse: Paprika, Tomaten;

- Kohlgemüse: Weißkohl, Rotkohl, Weißkohl, Chinakohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Broccoli, Grünkohl;

- Kürbisgemüse: Kürbis, Zucchini, Gurken;

- Obst: Äpfel, Zitronen, Grapefruits, Kiwi, Beerenfrüchte (Blaubeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren), Pflaumen

- Kräuter: (bestimmte Kräuter?)

- Sprossen

- Milchvergorenes Gemüse: Sauerkraut, Saure Gurken, Rote Beete Most

- Algen: Agar Agar, Wakame

Getränke:

- warmes Wasser

- Wasser mit Zitrone

- Ingwertee

- Kräutertees

Ein ganz wichtiger Teil dieser Diät ist milchvergorenes Gemüse: Sauerkraut, saure Gurken und Rote Beete Most. Diese werden jeden Tag gegessen und teilweise auch getrunken. Sie sorgen für eine gute Darmflora und bringen eine nette Abwechslung auf den Teller. Du kannst sie mischen mit anderem Gemüse, z.B. Apfel mit Sauerkraut oder Tomaten mit sauren Gurken oder pur essen. Der Rote Beete Most wird jeden Tag getrunken.


Zubereitungsarten

- Rohkostsalate, einzeln oder gemischt

- Suppen, kurz gekocht (ca. 30Min)

- Gemüse: mit Dampf gekocht, gebacken, gedünstet

- Säfte: aus Gemüse oder gemischt mit wenig Obst

- Smoothies aus Gemüse oder Gemüse gemischt mit wenig Obst

- Snacks: rohes, getrocknetes Gemüse oder Obst z.B. Grünkohl, Apfel

- Milchvergoren: Rote Beete Most (Rezept)

- In Essig eingelegtes Gemüse (ohne Zucker)


Menü-Beispiel


Nach dem Aufstehen:

- ein Glas warmes Wasser, oder warmes Wasser mit Zitronensaft, oder ein bisschen Apfelessig

- ein Glas Rote Beete Most, gerne mit ein bisschen Knoblauch und Majoran. Wenn der Most im Kühlschrank aufbewahrt wird, dann sollte er auf ca. 40 Grad erwärmt werden


Frühstück:

- Rohkostsalat aus Sellerie, Apfel, Sprossen

- 2 saure Gurken

- gedämpfte 3 Rösschen Broccoli und 3 Rösschen Blumenkohl

- Tee


Mittagessen:

- Smoothie: Spinat, Karotte, ½ Apfel

- Rohkostsalat aus Sauerkraut mit Dill oder rote Paprika, Gurke, Zwiebel und Saure Gurke

- Mit Gemüse gefüllte Paprika im Backofen gebacken oder Zucchinispagetti mit Tomatensoße oder eine Gemüsesuppe


Abendessen:

- Rohkostsalat: Salatgurke, gelbe Paprika, Tomate und Kräuter

- Eine Gemüsesuppe oder gebackene Gemüse

- Tee


Zwischendurch kann auch ein bisschen gesnackt werden, z.B. Karotte, Kohlrabi, Gurke o.ä.


Es wird empfohlen, zuerst Rohkost zu essen, dann Gekochtes. Dazu eine Anmerkung aus eigener Erfahrung: Bei mir hat sich diese Reihenfolge nicht bewährt. Da Rohkost kalt ist, habe ich davon häufig Magenbeschwerden bekommen. Eine warme Suppe oder Gemüse aus dem Backofen habe ich besser vertragen. Deswegen habe ich Salate oder Milchvergorenes mit oder nach der warmen Mahlzeit gegessen.


Worauf musst Du achten?

- viel trinken, am besten warmes Wasser und Kräutertees

- zwischen den Mahlzeiten nicht viel naschen

- am besten alles frisch zubereiten

- die Speisen nicht zu lange kochen oder backen

- die Pausen zwischen den Mahlzeiten sollten nicht länger als vier Stunden sein

- mindestens 30 Min Bewegung am Tag ist wichtig


Auf welche Nahrungsmittel musst du verzichten?

- Hülsenfrüchte (eiweiß- und fettreich)

- Kartoffeln (Stärkereich, hoher glykämischer Index)

- Getreide (eiweiß- und stärkereich)

- Samen und Nüsse (fett- und eiweißreich)

- süße Obstsorten, wie Bananen, Birnen, usw. (zuckerreich)

- Getränke: Kaffee, Alkohol, schwarzer Tee, Getreidekaffee, Sprudelwasser

- Tierische Produkte: Milch, Butter, Fleisch

- Zucker, Honig und andere Süßungsmittel


Die häufigsten Fehler während dieses Fastens:

- Beimengung von Produkten, wie Milch oder Fett

- zu viele Früchte

Das Verzehren von hochnahrhaften Produkten dieser Art, sogar in den kleinsten Mengen (besonders Fett), hemmt die Gewichtreduktion und führt zur Umschaltung von der „inneren Ernährung” auf die „exogene Ernährung”. Wenn der Körper nahrhafte Produkte von außen zugeführt bekommt, ister dann selbst nicht mehr daran interessiert, an den eigenen Speck ranzugehen. Das Fasten muss abgebrochen werden, weil es sonst zur Mangelerscheinungen führen kann.


Beschwerden oder Krisenzeiten während des Fastens

Krisenzeiten können vor allem in den ersten drei Tagen auftreten.

Das können z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit, manchmal auch Durchfall und seltener Erbrechen sein.


Die Ursachen der Beschwerden:

- Entgiftung des Körpers

- Entzugserscheinungen, v.a. bei Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken oder Zigaretten rauchen.

- Es melden sich vor allem Körperteile, die krank sind. Auch alte Verletzungen können wieder wahrgenommen werden


In den ersten Tagen stellt sich der Körper um - von der „exogenen Ernährung” auf die „innere Ernährung ”. Alles ist neu und ungewohnt: Verzicht, wenig Essen, Beschwerden. Für alle, die das erste Mal fasten, ist so eine Diät auch eine mentale Belastung – schaffe ich das oder schaffe ich das nicht? Mache ich alles richtig? Trinke ich genug? Werde ich dadurch nicht noch mehr krank?

Fasten bedeutet aber auch Rückzug. Es ist gut, dem Körper und sich selbst zu erlauben viel zu ruhen.


Was tun, wenn Beschwerden auftreten? Was hilft?

- Magenbeschwerden: Anis- oder Fenchel Tee,

- Blähungen: Gewürze wie Kümmel, Majoran, Anis, Fenchel oder ein paar Tage nur frischgepresste Säfte trinken

- Übelkeit: Ingwertee

- Verstopfung: viel trinken, Flohsamenschalen oder Leinsamen mit Wasser, vielleicht mehr Milchvergorenes essen wie Sauerkraut, Sauergurken oder Rote Beete Most. Auf Abführmittel soll verzichtet werden

- Kopfschmerzen: viel trinken, Kaffee-Einlauf

- Kein Appetit: z.B. Rosmarintee, versuchen ein Tag nur Säfte oder Smoothis zu trinken

- Schlafstörung: Lavendeltee, Hopfentee, Melissentee

- Hautausschlag: viel trinken, Einlauf




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