• Malgorzata Fabricius

Die Macht der Glaubenssätze


Jeder von uns hat sie, die Glaubenssätze. Sie bestimmen darüber, wie du über dich und über die Welt denkst. Aber auch wie du lebst, wie du deine Probleme löst, ob du erfolgreich bist oder wie deine Beziehungen aussehen. Glaubenssätze sind deine subjektive Linse, fühlen sich aber für dich an wie eine ultimative Wahrheit.


Und leider es ist so: Wenn wir z. B. davon überzeugt sind, dass wir nicht liebenswert sind, dann werden wir in keiner Beziehung glücklich. Oder wenn wir überzeugt sind, dass die Meinung der Anderen mehr Gewicht hat, dann werden wir uns nie auf uns selbst verlassen können. So lange in der Beziehung oder im Job alles glatt läuft, merken wir von den negativen Überzeugungen nicht viel. Sobald es aber anfängt zu kriseln, werden wir sofort mit deren Negativität konfrontiert.


Das heißt: Wenn Du glaubst, dass du im Leben nur wenig erreichen kannst, wird es auch so kommen. Veränderst du aber deine Gedankenwelt, stehen dir viele Türen offen.


Eine Person, die sich ungeliebt fühlt, wird jede Kritik als eine Bestätigung ihrer Meinung über sich verstehen. Wenn sie sich aber in der eigenen Haut wirklich wohl fühlt, wird sie eine Kritik als Feedback verstehen und wird es dafür nutzen um noch besser zu werden.

Also: eine Realität, aber zwei unterschiedliche Perspektiven.


Wann entstehen Glaubenssätze?


Die meisten Glaubenssätze lernst du in der Kindheit, durch die Familie, später auch in der Schule und der Kirche kennen.

In dieser Zeit sind wir wie ein Schwamm und glauben an das meiste was uns erzählt wird. Unbewusst kopieren wir Verhalten und übernehmen Überzeugungen.

Solche Glaubenssätze hat jeder von uns gehört: du bist nicht gut genug, intelligent, stark; dein Bruder kann das besser; deine Schwester ist so nett, warum bist du so widerspenstig; das kannst du nicht so machen, was sagen die Nachbarn; wenn du so weiter machst, wird dich keiner mögen; du machst immer wieder Probleme usw, usw. Und irgendwann bist du davon überzeugt, dass es die Wahrheit ist. Das Programm läuft automatisch.


Warum gibt es überhaupt Glaubenssätze?


Sie geben uns eine Art Struktur, einen Rahmen. So fühlst du dich sicher. Sie geben dir das Gefühl, dass du die Welt verstehst und für dich erklären kannst. Du gehörst zu einer Gruppe – Familie, Kirche - weil das ähnliche Denken verbindet. Früher wurde man aus einer Gruppe verbannt, wenn man gewagt hat anders zu denken. Man war das schwarze Schaf. In manchen Kulturen ist es immer noch so: Wer nicht so denkt wie wir, ist gegen uns.



Wie finde ich meine Glaubenssätze? Wie ändere ich sie?


Manche Glaubenssätze sind leicht zu finden und zu lösen, andere wiederum sind sehr versteckt und brauchen eine Weile, bis man sie aus dem „System“ entfernt hat.


So mache ich es während einer Sitzung:

Zuerst ist es wichtig eine Überzeugung zu finden, die dich blockiert, zum Beispiel: „Um etwas zu erreichen, muss ich hart arbeiten“. Das ergibt sich aus dem Gespräch und dem Thema, das du mitgebracht hast. Dabei ist es wichtig, die Quelle zu finden - eine Person oder Situation. Also: wer hat dir diesen Satz einmal oder mehrmals an den Kopf geworfen und in welchen Situationen? Das hilft dir, ins Fühlen zu kommen. Ganz wichtig ist das Atmen. Wenn eine unangenehme Emotion auftaucht, dann kannst du sie buchstäblich ausatmen. Erst wenn du dich „freier“ fühlst, kann man den Glaubenssatz in etwas positives umwandeln.


Das ist ein sehr intensiver Prozess, den man am besten zu zweit macht.

Du kannst mit den Glaubenssätzen auch alleine arbeiten, dafür brauchst du aber eine sehr gute Selbstreflexion und eine gute Verbindung zu deiner Gefühlswelt. Wenn du dich aber unsicher fühlst oder Unterstützung brauchst, dann kann du dich an mich wenden. Wir können gerne einen Termin ausmachen und den Prozess gemeinsam durchgehen. Oft ist man bei den eigenen Angelegenheiten wie in einem toten Winkel – man sieht sie einfach nicht. Dafür ein paar Augen mehr zu haben, ist sehr hilfreich.


Arbeit mit Glaubenssätzen ist auch ein Teil des intuitiven Coachings.








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